Daughters of Time

Jetzt sitzen Chantal und ich hier, bereiten unsere Veranstaltungen vor, schreiben fleissig für Social Media, und fügen neue Inhalte auf unserer Webseite hinzu. Noch vor ein paar Monaten hätten wir nicht gedacht, dass unsere Idee tatsächlich Realität wird.



Angefangen hat alles damit, dass wir Schwestern mal wieder an einem Samstagmorgen um 06:26 Uhr nach Zürich fuhren, um an einem Persönlichkeitsentwicklungs-Event teilzunehmen, der für uns ansprechend gestaltet war. Ja, «Züri» ist grösser als Sursee – aber auch hier in der Region gibt es junge Menschen (vielleicht dich?) die mehr vom Leben wollen und sich für Selbstverwirklichung und Persönlichkeitsentwicklung interessieren.

Während der Zugfahrt sprachen wir also darüber, wie viel Zeit mit der Anfahrt nach Zürich verloren geht, die wir für anderes gebrauchen könnten (an einem Samstagmorgen länger schlafen zum Beispiel). Und wie schade es ist, dass es in der Region nicht mehr solcher Anlässe gibt. Wir fingen an, uns auszumalen, wie solche Veranstaltungen in Sursee aussehen könnten. Und aus dem «wir könnten…» entwickelte sich eine Idee, die wir unbedingt weiterverfolgen wollten.

«Die Grundlage von Mut ist Verletzlichkeit –
die Fähigkeit, Ungewissheit, Risiken und
emotionales Ausgesetzt Sein, zuzulassen.»

Brené Brown
Konkret werden und Weizen von der Spreu trennen

Wir brachten unsere Idee zuerst mal auf Blatt. Was bieten wir konkret an? Was ist unser Ziel? Das klingt jetzt sehr banal. Aber wenn du mal anfängst Ideen zu sammeln, ufert es irgendwann aus und du musst wieder den Weg zurückfinden zu dem was möglich und relevant ist. «Business Model Canvas» und Urs (Verwandte sind Goldwert) sei Dank konnten wir unsere kreativen Höhenflüge etwas eindämmen und fanden einen guten Mittelweg zwischen «utopisch» und «realistisch». Ja, ein bisschen Magie schadet nie.

Wir hatten Höhen und Tiefen in der Anfangsphase. An einem Tag fanden wir unser Vorhaben super, an anderen kamen Zweifel auf und wir fragten uns, ob unsere Idee nicht doch eine Schuhnummer zu gross ist.

Aber hey, wer nichts wagt, der nichts gewinnt. Und um so mehr die Idee Gestalt annahm, kamen neben der Frage nach geeigneten Büroräumen (ab September an der Bahnhofstrasse 6c in Sursee) und Inhalten auch Fragen nach dem passenden Markennamen, CD und Logo auf.


Kreativ werden und die eigene Idee «taufen»

Chantal und ich sassen am Besprechungstisch bei uns im Büro (wir arbeiten in der Familienunternehmung «Nomos der Zeit») und überlegten fleissig, welche Art Name für unsere eigene Marke innerhalb der bestehenden Strukturen passend wäre. Wir wollten etwas das weiblich und modern klingt. In Amerika gibt es Firmen mit Namen wie zum Beispiel «Johnson and sons», was uns an verstaubte Männerrunden erinnerte. Und so stand als Gegensatz irgendwann «Muri and daughters» im Raum. Das fanden wir beide irgendwie witzig aber doch nicht ganz passend, da unser Vater seine eigenen Projekte hat (www.ivomuri.ch). Nach ein paar Überlegungen fügte sich das Ganze zu «Daughters of Time» zusammen. Denn das Thema Zeit spielt seit unserer Kindheit eine grosse Rolle in unserem Leben. Dazu erzählen wir euch in einem anderen Blogpost mehr.
 

Mutter Courage und den Schritt an die Öffentlichkeit machen

Nachdem der Businessplan stand, der Name klar war und die Jungs von Designheit (unserer Werbeagentur) ein Logo für uns entworfen haben, ging es darum an die Öffentlichkeit zu treten. Wir hatten für den Start ungefähr Frühling 2019 im Kopf. Aber nie wirklich ein konkretes, fixes Datum vereinbart.

An einem Tag im Mai 2019 legten wir einfach los. Wir erstellten einen Instagram Account, verknüpften Facebook damit und fingen an erste Bilder unseres Logos zu posten. Es hat uns auch etwas Überwindung gekostet. Wir waren aufgeregt bezüglich der Reaktionen aus unserem Umfeld und allgemein, ob überhaupt verständlich ist, was wir genau machen wollen. Sich zeigen, in die Öffentlichkeit wagen und etwas tun brauchte Courage. Ausserhalb der Komfortzone fängt die Wildnis an, die spannend aber auch herausfordernd sein kann. Und trotzdem: Wir bereuen es nicht und freuen uns weiterhin ausserhalb unserer Komfortzone zu lernen und unseren ganz eigenen Weg zu gehen. /fm

Mädchen auf Feld mit fliegenden Ballonen in der Hand.

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